
Der Flug ist gebucht, das Visum im Pass – und jetzt? Die ersten Wochen entscheiden, wie glatt der Start wird, und mehrere Schritte hängen in fester Reihenfolge voneinander ab. Das ist die Checkliste, die wir mit jedem begleiteten Studierenden durchgehen.
Die 10 Schritte in der richtigen Reihenfolge
- 1. SIM-Karte/eSIM mit deutscher Nummer besorgen – viele Anmeldungen setzen sie voraus.
- 2. Einziehen und die Wohnungsgeberbestätigung des Vermieters einholen – nötig für Schritt 3.
- 3. Anmeldung beim Bürgeramt – in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach Einzug. Termin früh online buchen; in Großstädten sind Slots knapp.
- 4. Girokonto eröffnen (Sparkasse, Deutsche Bank, Commerzbank, N26 u. a.) – die meisten Banken verlangen die Anmeldung.
- 5. Sperrkonto aktivieren, damit die monatliche Auszahlung (ca. 992 €, Stand 2026) auf das neue deutsche Konto läuft.
- 6. Studentische Krankenversicherung aktivieren (bzw. Incoming-Schutz umstellen) – die Hochschule braucht den Nachweis zur Immatrikulation.
- 7. Immatrikulation abschließen, Studierendenausweis und Semesterticket erhalten.
- 8. Termin bei der Ausländerbehörde für den Aufenthaltstitel buchen – früh, Wartezeiten von mehreren Wochen sind normal.
- 9. Rundfunkbeitrag anmelden – ein Beitrag pro Haushalt, rund 18 €/Monat; WGs teilen ihn.
- 10. Haftpflichtversicherung abschließen (wenige Euro pro Monat) – nicht Pflicht, aber aus gutem Grund Standard in Deutschland.
Was schiefgehen kann
- Wochenlang kein Anmeldetermin: Bürgerämter anderer Stadtteile derselben Stadt prüfen – jedes funktioniert.
- Bank will Anmeldung, Anmeldung braucht Wohnung: Deshalb funktioniert eine Hostel-'Adresse' nicht – für die Anmeldung braucht es ein echtes Mietverhältnis.
- Frist für den Aufenthaltstitel verpasst: Das Visum gilt meist 3–6 Monate; der Antrag muss vor Ablauf gestellt sein.
Von uns vermittelte Studierende gehen diese Wochen nicht allein: Die Terminliste steht vor dem Abflug, und wir bleiben per WhatsApp erreichbar, bis Immatrikulation und Aufenthaltstitel erledigt sind – genau der Teil, in dem die meisten Agenturen längst verschwunden sind.
